Nachwuchsorchester Reutlingen

Nachwuchsorchester der Jungen Sinfonie Reutlingen

Nachwuchs-orchester Reutlingen

Nachwuchsorchester der Jungen Sinfonie Reutlingen

Das Nachwuchsorchester Reutlingen ist ein etwa 65-köpfiges sinfonisches Jugendorchester, das sich jeden Freitag von 17:00 bis 19:15 Uhr im Johannes-Kepler-Gymnasium trifft, um gemeinsam verschiedenste Werke, von Bach über Dvorak bis hin zu zeitgenössischen Komponisten, einzustudieren. Neben der Freude an der Musik stehen die Herausforderung und der Anspruch, die Darbietung der Werke auf ein hohes Niveau zu bringen. Dabei wird immer auf zwei Konzerte im Jahr, ein Sommer- und ein Herbstkonzert, hingearbeitet. Höchster Perfektionismus ist dabei zweitrangig, viel wichtiger sind der Spaß an der Musik und das gemeinsame Musizieren. Falsche Töne sind auch mal erlaubt, solange mutig, entspannt und mit Freude musiziert wird. Ein weiteres Ziel des Nachwuchsorchesters ist es, jungen Solisten aus der Region und sogar aus den eigenen Reihen mit anspruchsvollen Solokonzerten eine Auftrittsmöglichkeit zu bieten.

Wenn ihr mitspielen wollt, findet ihr alle Infos auf unserer Kontaktseite:

Konzerte

Herbstkonzert 2021

Wir laden herzlich ein zu unserem Herbstkonzert am

28.11.2021, um 19 Uhr, in der Stadthalle Reutlingen.

Auf die „Hebriden“-Ouvertüre von Felix Mendelssohn Bartholdy folgt das 4. Violinkonzert in D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart, als Solistin wird die Guthörle-Stipendiatin Eva Schall zu hören sein. Am Ende des Konzertes steht die „Unvollendete“ von Franz Schubert. 
Das Konzert findet statt im Großen Saal der Stadthalle Reutlingen. Die Platzwahl ist frei, es ist keine Kartenreservierung vorab nötig.

Solistin: Eva Schall (Violine)

Leitung: Niklas Born und Philipp Hänisch

Der Eintritt ist frei, um großzügige Spenden am Ausgang wird gebeten. Der Einlass beginnt um 18.00 Uhr.

Hinweis: Die Veranstaltung findet in der Warnstufe mit 3G und PCR-Test statt, in der Alarmstufe kommt 2G zur Anwendung.

 

 

Presserezensionen

Presse zum Sommerkonzert 2017

Händels Schmerz, Beethovens Dramatik
Dagmar Varady (Reutlinger Generalanzeiger)

Ein attraktives Konzertprogramm lockt auch viele Besucher an. Dafür hat Maria Eiche, die Leiterin des Reutlinger Nachwuchsorchesters (NWO) ein Händchen. Gleich zwei ausgezeichnete Solisten waren für das Sommerkonzert am Sonntagabend in der Reutlinger Stadthalle engagiert – und so wurde die obligatorische Sinfonie am Schluss durch ein Klavierkonzert ersetzt.

Ein erfreulicher Entschluss, den Eiche in ihrem kommentierten Auslegeblatt damit begründete, dass sich in Beethovens drittem Klavierkonzert Solist und Orchester gleichwertig gegenüberstehen. […]. In der Tat war das NWO lediglich in Luigi Cherubinis Ouvertüre zur Oper „Anacréon“ vollständig und allein am Schaffen. Bei den übrigen Werken wurde entweder auf Bläser reduziert oder ein Solist gesellte sich hinzu, was durchaus eine vorteilhafte Abwechslung bewirkte. In der Ouvertüre zeigten sich sogleich die Stärken als auch die Schwächen des Orchesters. Die opulenten Passagen gelangen prächtig, weit ausladend und wirkungsvoll. Wenn es in leisere Gefilde ging oder einzelne Bläsergruppen solistisch tätig waren, konnte man die kleinen Unstimmigkeiten heraushören. Und doch, je länger die jungen Musiker spielten, desto mehr kamen auch diese Dinge in einen guten Fluss. Auch die Wechselspiele zwischen einzelnen Instrumentengruppen wurden gefällig musiziert.

Wie oft stehen doch die Streichinstrumente im Vordergrund. Das hat sich vermutlich auch Maria Eiche gedacht und ließ mit Gaetano Donizettis „Sinfonia für Bläser“ ihre Bläser zu Wort kommen. Dass dies wahrhaftig eine gute Idee war, zeigte sich an dem recht guten Einvernehmen der Musiker. Über geringe klangliche Unsauberkeiten konnte man getrost hinwegsehen, wenn so eifrig phrasiert und nuanciert wurde und dabei die Sanglichkeit niemals außer Acht gelassen wurde.

Arien und ein Klavierkonzert

Und da eben die Bläser betriebsam waren, durften hernach die gesamten Streicher ihr Können zeigen. Doch standen nicht diese im Fokus, sondern die Sopranistin Johanna Pommranz, welche anhand dreier Opernarien ihre immense Sangesqualität zur Schau stellen durfte. Eine Stimme, die sich in den Text einlebt, ja ihn verleiblicht.

Die eindrucksvoll klangreiche Opernstimme war indes nicht das einzige Textverinnerlichen. Auch äußerlich sprühten die Augen vor Empörung, Feuer, Trauer, Melancholie oder Sehnsucht. Beim Wort „fulminate“ in Händels „Neghitosi or voi che fate“ kam man um das deutsche Wort „fulminant“ nicht vorbei, welches vollauf Pommranz‘ glanzvoller Stimme zustand. Andererseits steigt ihre Stimme auch zart ausmalend und lockend als verliebte Dorinda in die Lüfte („Se mi rivolgo al prato“) oder selbstbewusst-sprühend in Vivaldis „Agitata da due venti“.

Doch damit nicht genug der Erlesenheiten. Nach der Pause durfte man über Philipp Hänisch staunen, der den Klavierpart in Beethovens drittem Klavierkonzert bestritt. Das selbstbewusste Auftreten Hänischs konnte man keineswegs anmaßend finden, da er seinem Spiel durchweg treu blieb: nie zögerlich, immer gewiss, jede Note des Werkes kennend, auf jedes Tönchen des Orchesters hörend. Ein entschiedenes, authentisches, analytisches Spiel, überdies beseelt und atmend. Gemeinsam mit dem NWO gelang ein eindrucksvoller Beethoven.

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