Das Orchester

Das Nachwuchsorchester Reutlingen

Das Nachwuchsorchester Reutlingen ist ein etwa 65-köpfiges sinfonisches Jugendorchester, das sich jeden Freitag von 17:00 bis 19:15 Uhr im Johannes-Kepler-Gymnasium trifft, um gemeinsam verschiedenste Werke, von Bach über Dvorak bis hin zu zeitgenössischen Komponisten, einzustudieren. Neben der Freude an der Musik stehen die Herausforderung und der Anspruch, die Darbietung der Werke auf ein hohes Niveau zu bringen. Dabei wird immer auf zwei Konzerte im Jahr, ein Sommer- und ein Herbstkonzert, hingearbeitet. Höchster Perfektionismus ist dabei zweitrangig, viel wichtiger sind der Spaß an der Musik und das gemeinsame Musizieren. Falsche Töne sind auch mal erlaubt, solange mutig, entspannt und mit Freude musiziert wird. Ein weiteres Ziel des Nachwuchsorchesters ist es, jungen Solisten aus der Region und sogar aus den eigenen Reihen mit anspruchsvollen Solokonzerten eine Auftrittsmöglichkeit zu bieten.

Neben den regelmäßigen Streicher- und Tuttiproben gibt es in jeder Projektphase auch Registerproben, die zum Teil ehrenamtlich von „echten“ Profis aus der Württembergischen Philharmonie Reutlingen geleitet werden, die ihren Erfahrungsschatz an den Nachwuchs weiterreichen. Zur Vorbereitung auf die Konzerte finden in jeder Projektphase ein Probenwochenende und einzelne zusätzliche Probensamstage vor dem Konzert statt. Ein wichtiges Highlight jeden Jahres ist die Orchesterfreizeit in den Herbstferien in der Musikakademie Schloss Weikersheim. Dort kommt neben den langen Proben auch das Miteinander nicht zu kurz: Fußballspielen in der Mittagspause und exzessive Duelle am Tischkicker stehen genauso auf der Tagesordnung wie der traditionelle bunte Abend, auf dem die Neuen „NWOler“ in einer – selbstverständlich streng geheimen – Zeremonie offiziell ins Orchester eingeführt werden… Um im Nachwuchsorchester mitspielen zu können, solltest du zwischen 12-19 Jahren alt sein, mehrere Jahre Unterricht auf deinem Instrument haben und von deinem Instrumentallehrer oder deiner Instrumentallehrerin empfohlen werden. Außerdem wird die Bereitschaft vorausgesetzt, an Orchesterfreizeiten und Sonderproben teilzunehmen. Es ist wichtig sich rechtzeitig anzumelden, da es bei verschiedenen Instrumentengruppen leider eine längere Warteliste gibt.

Kontaktadresse für allgemeine Anfragen und Anmeldungen: kontakt (at) nachwuchsorchester.de

Bis hoffentlich bald in der Probe!

 

Die Förderer

Das NWO Reutlingen wird gefördert durch die Gesellschaft der Musikfreunde Reutlingen (GdM) und die Christel-Guthörle- Stiftung, bei denen wir uns an dieser Stelle herzlich für die Unterstützung bedanken. Wenn auch Sie die musikalische Nachwuchsarbeit in Reutlingen fördern möchten, freuen wir uns über jede Form von Spenden. Diese sind steuerlich abzugsfähig, wenn sie an die GdM überwiesen werden (Konto 10 80 300 16, Volksbank Reutlingen, BLZ 640 901 00, Betreff „Junge Sinfonie-NWO“). Informationen über eine Mitgliedschaft finden Sie auf der Website der Gesellschaft der Musikfreunde Reutlingen.

Die Dirigentin

Maria Eiche, geboren 1993, erhielt seit ihrem sechsten Lebensjahr Geigenunterricht bei Bettina Harke und Ute Roming an der Musikschule Reutlingen und seit ihrem siebzehnten Lebensjahr Klavier- und Gesangsunterricht.
2008 wurde sie Mitglied der Jungen Sinfonie Reutlingen. Von 2010 bis 2015 war sie dort Stimmführerin der 2. Geige, im Nachwuchsorchester konnte man sie regelmäßig unter den Bratschen finden.
Seit dem Wintersemester 2012 studiert sie Französisch an der Universität Stuttgart sowie Schulmusik an der Musikhochschule Stuttgart mit Hauptfach Violine in den Klassen von Isabelle Farr und Sabine Kraut. Sie erhält Unterricht in Orchesterleitung bei Professor Richard Wien und Salome Tendies sowie Chorleitung bei Professor Denis Rouger und Christian Schmid. Im September 2015 hat Maria Eiche die Leitung des Nachwuchsorchesters Reutlingen übernommen.

1954

Die Geschichte des Nachwuchsorchestes Reutlingen:

Wenn man die Reihen der Jungen Sinfonie betrachtet, kann man feststellen, dass sich ein nicht unbeträchtlicher Teil der Musizierenden nicht erst hier, sondern bereits im Nachwuchsorchester (NWO) zusammengefunden hat und dort schon einiges an Orchestererfahrung sammeln konnte. Es gibt sicherlich auch schon eine beachtliche Zahl von ehemaligen NWO-lern, für die das NWO eine der ersten Stufen nach dem Schulorchester auf dem Weg zum Berufsmusiker war. Mit der Idee, später auf eigenen Nachwuchs zu bauen, gründete Erich Reustlen 1954 das Nachwuchsorchester. Es ist erfreulich zu sehen, dass diese Nachwuchsarbeit nun auch schon seit 45 Jahren erfolgreich betrieben wird. Allerdings tut man dem Nachwuchsorchester Unrecht, wenn man es nur als Nachwuchsschmiede der Jungen Sinfonie sieht, wenngleich es mit dem Jugendorchester unter dem Namen „Junge Sinfonie“ zusammengefasst ist. Quer durch alle Epochen werden Werke – zum Teil mit sinfonischer Besetzung – erarbeitet. Das immer mehr sinfonische Werke zum Repertoire des NWO kommen, ist keineswegs selbstverständlich, schließlich war das NWO ein reines Streichorchester. Allerdings hat sich inzwischen ein Stamm von Bläsern gebildet, der jeden Monat bei den Proben dabei ist.

Im Laufe der Jahre sind auch eigene Traditionen des NWO gewachsen. Ein wichtiger Bestandteil der Orchesterarbeit ist die Probenphase in Gomadingen, die jedes Jahr zur Vorbereitung des Herbstkonzertes stattfindet. Auch wenn die täglichen Proben dort viel Zeit in Anspruch nehmen, wird natürlich nicht nur geprobt. Da Gomadingen am Fuße des Sternbergs liegt, ist es schon fast Pflicht, an einer der nächtlichen Sternbergturmbesteigungen inklusive fehlender Stufen und Singen auf dem Turm teilzunehmen. Ins Gepäck für Gomadingen gehört außer dem Instrument und der nötigsten Kleidung auch einige Päckchen Pudding und Spaghetti. Wenn diese nicht schon dem nächtlichen Heißhunger, der in Gomadingen ziemlich oft auftritt, zum Opfer gefallen sind, werden sie spätestens fürs gemeinsame Essen am Bunten Abend benötigt, der am Ende einer jeden Orchesterfreizeit stattfindet.

Das Orchester wird von verschiedenster Seite unterstützt. Wir möchten uns dabei besonders bei der Christel-Guthörle-Stiftung, der Danzer-Stiftung, der Volksbank Reutlingen und der Gesellschaft der Musikfreunde Reutlingen für die langjährige und für uns sehr wichtige Unterstützung bedanken.